Neue Übergänge zwischen beruflicher und akademischer Bildung

Neue Übergänge zwischen beruflicher und akademischer Bildung

Neue Wege in der beruflichen und akademischen Bildung bieten engagierten jungen Leuten in einer handwerklichen Berufsausbildung neue Perspektiven. Das Abitur ist nicht mehr Königsweg, neue Übergänge zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung schaffen Entwicklungsmöglichkeiten, die vor einigen Jahren noch undenkbar schienen.

Seit 1995 stehen die Hochschulen und Fachhochschulen des Landes nicht mehr ausschließlich Personen mit (Fach-)Hochschulreife offen. Auch "nur" mit einer Berufsausbildung und mindestens drei Jahren Berufspraxis kann eine akademische Laufbahn begonnen werden. Gerade die Fachhochschulen sind bestrebt, neue Karrieremöglichkeiten zu bieten. Zunehmend werden international anerkannte Abschlüsse wie z.B. der Bachelor verliehen. In Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern werden innovative Wege zur Verbindung beruflicher Fortbildung und Studium beschritten. Gerade die Verknüpfung anspruchsvoller praktischer und theoretischer Qualifizierung ist die Voraussetzung, den beruflichen Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein.

Technologische wie auch gesellschaftliche Entwicklungen erfordern zunehmend Spezialisten, die auch über ihr Fachgebiet hinausgehende Aufgaben im Team mit Vertretern anderer Disziplinen bewältigen können. Aufgaben bisher verschiedener Gewerke rücken, gerade auch durch die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien, immer näher zusammen. Kunden fordern umfassende Lösungen. Die Fähigkeit zu interdisziplinärem Denken und Handeln wird eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft auch für Handwerker werden. Gerade die Verknüpfung der praxisorientierten Fachausbildung im Handwerk mit Inhalten einer fachhochschulischen Qualifizierung kann die notwendigen Voraussetzungen schaffen, diese Herausforderungen zu bewältigen.

Bereits seit Jahren unterstützt die Handwerkskammer Koblenz Studenten der Fachhochschule Koblenz, aber auch anderer Hochschulen, bei der Bearbeitung von Studien- und Diplomarbeiten. Das Metall- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Koblenz bietet vielfältige Möglichkeiten, praxisorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durchzuführen. Die Handwerkskammer Koblenz vermittelt ebenso Kontakte zu Handwerksbetrieben, um eine betrieblich fundierte Arbeit zu erstellen. Für die Zukunft ist geplant, auch Aus- und Weiterbildungsangebote beider Institutionen näher zu verknüpfen. So soll Teilnehmern an der Meisterprüfungsvorbereitung die Möglichkeit gegeben werden, Zusatzqualifizierungen in Technik, Ökologie, Betriebswirtschaft, Recht oder Berufspädagogik an der Fachhochschule zu erwerben.

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