Lernen und Arbeiten im Ausland

Lernen und Arbeiten im Ausland

Die zunehmende Internationalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft auch in Deutschland ist eine Herausforderung für jeden. Nicht nur Großunternehmen sind "global player". Auch kleine und mittlere Handwerksunternehmen sehen zunehmend Chancen auf Märkten außerhalb Deutschlands oder sind Zulieferer für größere Unternehmen, die ihrerseits international agieren. Und nicht nur Absatzmärkte können interessant sein, sondern auch für die Beschaffung kann es sinnvoll sein, über die Grenze hinaus tätig sein zu können.

Erfolg auf internationalen Märkten setzt allerdings spezifische Kompetenzen voraus, die oft erst mühselig über negative Erfahrungen erworben werden. Grundvoraussetzung für geschäftlichen Erfolg ist die Fähigkeit, miteinander kommunizieren zu können. Hierzu zählt nicht alleine, sich in der Weltsprache Englisch oder der jeweiligen Landessprache verständlich machen zu können. Sondern mindestens ebenso wichtig ist die sogenannte interkulturelle Kompetenz, das heißt zum Beispiel Gesprächsregeln und Verhaltensweisen, die von Land zu Land verschieden sind, zu kennen.

Zukunftsforscher vermuten, dass in drei Generationen der Traum von einer Sprache, die in allen Ländern dieser Erde zur zentralen Verständigung beiträgt, realisiert sein wird. Nationale Sprachen sollen dann nur noch nachrangige Bedeutung haben. Diese Entwicklung wird insbesondere in Unternehmen gefördert, in denen international zusammengesetzte Projektgruppen miteinander arbeiten. Auch für Handwerksunternehmen, speziell im Bereich des Hochtechnologieservice, wird diese Form der zeitweiligen Projektarbeit in internationalen Teams zunehmen. Eine rechtzeitig Vorbereitung auf diese neuen Herausforderungen ist unumgänglich.

Die Handwerkskammer Koblenz bietet jungen Handwerkern seit Jahren die Möglichkeit, Auslandserfahrungen zu erwerben. Die Kammer bietet Lehrlingen, Gesellen und Meistern die Teilnahme an organisierten zwei- oder dreiwöchigen Arbeitsaufenthalten im Ausland, als auch Hilfestellung bei der Vorbereitung eines individuellen Aufenthalts. Hierbei können erste, generelle Erfahrungen zum Beispiel in Frankreich, Großbritannien, Irland, Österreich oder auch den USA gewonnen werden. Gleichzeitig dienen diese Schnuppermaßnahmen dem Knüpfen von Kontakten, die dann für einen längeren Auslandsaufenthalt genutzt werden können. Auch ein nur zweiwöchiger Arbeitsaufenthalt sensibilisiert für die Zusammenarbeit mit Fachkräften aus anderen "Arbeitskulturen", für das Leben in einem fremden Land. Die Austauschmaßnahmen tragen damit zur Vorbereitung auf die zunehmende Internationalisierung der Wirtschaft, auch des regionalen Handwerks bei.

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