TRIGEFA - Karosseriebau

TRIGEFA - Karosseriebau

Trierer Karosseriebaufirma TRIGEFA schneidert Colani-Truck


Würden sich noch Flügel ausstellen lassen, die Ähnlichkeit zum räuberischen Vorbild aus der Tierwelt wäre wohl perfekt. Ein mächtiges, gläsernes Auge, gleich dem Kopf einer Libelle, fesselt unmittelbar jeden Betrachter. Silberglänzende Außenhaut, kleine Luftabrisskanten und geschwungene Formen fügen das Bild zu einem futuristischen Gebilde auf Rädern.
Invasion von TRIGEFA? - wohl kaum. Was sich da vom Hof der Trierer Firma auf den Weg nach Brüssel macht, ist das neuste Werk von Luigi Colani, der AERO 3000. Realisiert von TRIGEFAs Karosseriebauern geht es nun zur weltbekannten Automobilmesse nach Belgien. Im "Auto Salon" wird die eigenwillige Konstruktion des Designers der Öffentlichkeit präsentiert.
Eine Rekordumbauzeit von 3 Monaten liegen hinter der "Mutation" der einstigen, "normalen" Sattel-Zugmaschine DAF 95 XF. Die Mannschaft rund um Werner Kern zerlegte das brandneue Fahrzeug und verpasste ihm eine neue Karosserie, die sich "absolut dem Luftfluss unterwirft". "Aerodynamik ist lange kein Zauberwort mehr, wurde aber selten so eindrucksvoll umgesetzt", erklärt der Betriebsinhaber. Begeistert beschreibt er die Zusammenarbeit mit Colani und sieht in seinen Auftraggeber noch einen "Menschen mit Visionen".

Das Alltagsgeschäft der Karosseriebauer von TRIGEFA sind mobile Verkaufs- und Transportsysteme. Mit ihren individuellen Lösungen hat sich die Firma überregional einen Namen gemacht. Seit der Gründung vor 10 Jahren hat sich der Betrieb stetig vergrößert und stößt nun an die räumlichen Grenzen der jetzigen Betriebsstätte. Die Enge stört und wertvolle Zeit geht allein durch das lästige Rangieren verloren. Das wird sich bald ändern. Der Umzug in den Föhrener Industriepark steht bevor und soll noch in diesem Jahr stattfinden. Die Bodenplatte liegt und das Stahlgerüst steht zum Aufstellen bereit.
TRIGEFA beschäftigt derzeitig 25 Mitarbeiter und 8 Lehrlinge. Mit dem Wechsel wird die Betriebsfläche verdoppelt. Bereits jetzt sucht das Team Verstärkung - auch für künftige Projekte mit Luigi Colani.

Hoch zufrieden zeigt dieser sich mit dem neusten Ergebnis der Trierer Fahrzeugbauer. Angesichts seines frisch lackierten Trucks wird es ihm warm ums Herz. "Ein erschütternder Moment, der selbst von uns so nicht vorhersehbar war" gesteht Prof. Colani. Der geborene Berliner ist sich nun absolut sicher: "Nicht in Berlin, Hamburg oder München, hier in der sogenannten Provinz findet sich die deutsche Hochtechnologie".
Kennen und schätzen gelernt hat er die Arbeit von TRIGEFA durch den Bau eines "Trailers" für ein Promotion-Fahrzeug der Firma TechniSat. Die Verarbeitung, aber vor allem die gelungene Umsetzung des Aufliegers, entsprachen dem, was der gelernte Designer seit Jahren andernorts vergeblich suchte. Bereits vor 20 Jahren hatte er die Idee, einen Truck zu bauen, der allein durch seine Formgebung bis zu 30% Energie einspart und für mehr Sicherheit sorgt. Daher auch die ungewöhnliche Frontscheibe, die dem Fahrer Einblick in bisherige "tote Winkel" verschafft. Colani erinnert an alle Kinder, Radfahrer, Autofahrer die in diese "Todesfalle" geraten sind. Sie alle konnten beim Anfahren oder Abbiegen nicht gesehen werden. Jetzt scheint die Zeit reif fürs Umdenken.

Man kann nur wünschen, dass diese ungewöhnlichen Brummis bald in Serie gehen und zu einem kommerziellen Erfolg werden. Futuristische Colani-Trucks von TRIGEFA - made by Handwerk.

Kontakt
Hwk Trier
Karl-Heinz Schwall, Tel. 0651/207-123
kschwall(at)hwk-trier.de

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