Internationales
Die zusammenwachsenden Märkte in Europa und weltweit fordern auch von Handwerkern mehr und mehr zusätzliche Kompetenzen wie zum Beispiel sprachliche Fähigkeiten und interkulturelle Kompetenz, also die Fähigkeit, Menschen anderer Kulturen korrekt zu begegnen.
Auslandsaufenthalte im Handwerk
Auslandsaufenthalte - auch schon während der Berufsausbildung - können dazu beitragen, diese Fähigkeiten zu entwickeln. Deshalb wurde anlässlich der jüngsten Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen, Ausbildungsabschnitte im Ausland zu absolvieren, die bis zu einem Viertel der regulären Ausbildung dauern können.
Voraussetzung für eine Anrechnung auf die Ausbildungszeit ist, dass die im Ausland vermittelten Ausbildungsinhalte im wesentlichen dem entsprechen, was Gegenstand der heimischen Ausbildung ist. Damit dies sichergestellt ist, überwacht die Handwerkskammer als zuständige Stelle den Verlauf des Ausbildungsabschnitts im Ausland in geeigneter Weise und im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Für einen mehr als vier Wochen dauernden Auslandsaufenthalt ist ein Plan zu erstellen und mit der Kammer abzustimmen.
Aber auch kürzere Auslandsaufenthalte, wie sie teilweise auch von den Kammern angeboten werden, bringen wichtige Erfahrungen und sind zu empfehlen. Mit dieser Chance, schon in der Ausbildungsphase über den eigenen Tellerrand zu schauen und Zusatzqualifikationen zu erwerben, wurde ein neues interessantes Feld für leistungsfähige Auszubildende im Hinblick auf die Qualität und Attraktivität der dualen Berufsausbildung eröffnet.
Die Berufsausbildung im Ausland ist in §§ 2 Abs.3, 76 Abs.3 BBiG geregelt.
Interessante Informationen bietet unter anderem die Website
des Projektes Skilled Mobile European (SME) unter >> www.sme-mobile.eu
Junghandwerker werden mobil
Die Mobilitätsberater der Handwerkskammer Koblenz helfen bei Organisation und Durchführung von Auslandspraktika. Sie stehen Lehrlingen und Betrieben bei allen Fragen zu Lern- und Arbeitsaufenthalten im Ausland beratend zur Seite. Sie helfen bei der Organisation und Durchführung eines Auslandsaufenthaltes und informieren über Fördermöglichkeiten, Versicherungen oder Gesundheitsschutz.
Alle Infos und Erfahrungsberichte zum Projekt Junghandwerker werden mobil
findet ihr im Internet unter >> www.hwk-koblenz.de/mobira
Handwerkskammer Koblenz
Mobilitätsberatung
Ansprechpartnerin: Heike Gröbel
Telefon 0261/398-331
E-Mail mobira(at)hwk-koblenz.de
Ein Mobilitätsberater-Netzwerk mit vielen Infos rund um Auslandsaufenthalte
findet ihr außerdem unter >> www.mobilitaetscoach.de
Bewerben im Ausland – Lebenslauf
Auch für den Lebenslauf, auch Curriculum Vitae (CV) genannt, sind bestimmte Standards üblich. Diese sind von Land zu Land unterschiedlich. Da zunehmend Praktika im Ausland oder auch eine Berufstätigkeit in einem anderen EU-Land üblich werden, wurde von der EU ein CV-Formular entwickelt, das im Laufe der Zeit zum europäischen Standard werden soll.
Dieses Formular stellt andere Anforderungen, als man es in Deutschland gewohnt ist. Es erfordert, nicht nur die persönlichen Daten einzutragen, sondern es soll in stärkerem Maße die ganze Persönlichkeit eines Bewerbers dargestellt werden. Insbesondere bietet dieses Formular die Möglichkeit, Sozialkompetenzen, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit Schule, Ausbildung und Beruf stehen, deren große Bedeutung aber immer mehr erkannt wird, aufzuzeigen.
Den europäischen CV, Informationen und Anleitungen finden Sie
unter www.europass.cedefop.europa.eu.
